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Das Terrarium:


Besonders wichtig ist, dass das Terrarium eine für die Schlange angepasste Größe hat. Sehr junge Schlangen sollten erst mal in einem Kleineren Becken aufgezogen werden, bevor sie dann in ihr Endterrarium umsiedeln. Schlangen, die gut klettern können, brauchen ein ausreichend hohes Terrarium mit Kletterästen, schlechte Kletterer wie zum Beispiel die Königspythons, benötigen eher ein niedrigeres Becken, damit sie sich bei eventuellen Stürzen nicht verletzen.


Natürlich müssen in einem Terrarium auch die klimatischen Bedingungen, also die Tages- und Nachttemperatur und auch die Luftfeuchtigkeit für die jeweiligen Bewohner stimmen. Jede Schlange hat eigene Bedürfnisse, was diese Bedingungen angeht und man muss sich auf jeden Fall vor dem Kauf über diese Bedürfnisse informieren, da der Pflegling sonst sehr schnell krank werden kann. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch rechtzeitig vor dem Kauf des Reptils das Terrarium in Betrieb zu nehmen und die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte genau zu beobachten. Sinnvoll ist es, für den Probelauf etwa eine Woche einzuplanen, damit man noch genug Möglichkeiten hat, mögliche Störungen zu beheben. Um die klimatischen Werte gut zu beobachten, benötigt man natürlich auch die entsprechenden Messgeräte, wobei hier die digitalen meist die genaueren sind.


Auch den Standort des Terrarium sollte man gut überlegen. Es ist wichtig, dass das Terrarium nicht in direkter Sonneneinstrahlung steht, denn dann können die Temperaturen im Terrarium im Sommer schnell über die verträglichen Werte ansteigen. Allerdings sollte das Becken auch nicht an schlecht isolierten (Außen-) Wänden oder im Durchzug stehen, da es dann eher schwierig wird, die erforderlichen Temperaturen im Becken zu erreichen (und das bedeutet dann unnötig hohe Stromkosten!).


Als Bodengrund für das Terrarium eignen sich unterschiedlichste Substrate. Gerade in Quarantäne- oder Aufzuchtsbecken schwören viele auf Zeitungs- oder Haushaltspapier, da dieses am hygienischsten ist. Ansonsten ist die Auswahl aber sehr breit gefächert, so dass es schwierig ist, hier eine pauschale Lösung zu nennen. Wichtig ist, dass das Bodensubstrat Wasser (für die Luftfeuchtigkeit) zwar gut speichern kann, jedoch auch schnell wieder abtrocknet, damit die Schlangen nicht zu feucht liegen, oder das Bodensubstrat anfängt zu schimmeln.

Allerdings gibt es auch hier bei den Bedürfnissen der unterschiedlichen Schlangen unterschiedliche Bedingungen, die man beachten sollte.


Sand ist als Bodengrund eher ungeeignet, da sich einzelne Sandkörnchen zwischen oder unter den Schuppen absetzen und dort zu Entzündungen führen können. (Bei Schlangen, die ursprünglich aus Wüstenregionen stammen, trifft das dann natürlich wieder nicht zu...)


Natürlich dürfen in keinem Terrarium die Versteckmöglichkeiten für die Tiere fehlen. Hierbei ist zu beachten, dass diese Verstecke zugänglich und leicht zu reinigen sind. Außerdem fühlen sich die meisten Schlangen eher in engen Verstecken wohler, so dass man bei der Auswahl auch auf die Größe achten sollte. Gut geeignet sind zum Beispiel umgedrehte und mit einem Eingang versehene Pflanzschalen, Korkrinden oder auch Vogelnistkästen. Aber generell sind hier der Phantasie kaum Grenzen gesetzt.


Für Schlangen, die gern klettern, sollten auch Kletteräste vorhanden sein, bei denen es wichtig ist, dass sie fest genug im Terrarium befestigt werden, damit sie durch das Gewicht der Schlange nicht umkippen können.


Auch eine Trinkschale mit täglich frischen Wasser ist ein unerlässlicher Bestandteil im Terrarium. Da manche Schlangen auch gern baden, sollte man das Gefäß entsprechend den Bedürfnissen der Schlange wählen.
 
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