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Der Königspython:

 

(Shaw, G. 1802)


Der Königspython gehört in der Herpetologie zur Gattung der Boidae (Riesenschlangen) und desweiteren zur Unterfamilie der Pythoninae (Pythonschlangen).


Der Begriff "Riesenschlange" trifft für den Königspython nur bedingt zu. Mit einer durchschnittlichen Körperlänge von 100-150cm wird der Königspython nicht gerade „riesig“.


Adulte Weibchen können die durchschnittliche Körperlänge durchaus mal übertreffen. Weibchen werden in der Regel auch im mittleren Umfang größer als die Männchen.


Neben dem lateinischen Namen „python regius“ ist der Königspython auch unter folgenden Namen bekannt:


- ball python
- royal python
- shame python
 

Regius wird aus dem lateinischen Wort „rex“ (königlich/König) abgeleitet. Der Name „ball python“ entstand aus dem typischen Verteidigungsverhalten des python regius. Bei Gefahr rollt er sich gerne zu einem Ball zusammen. Doch sind auch aktive Verteidigungen wie Beißen und/oder Fauchen durchaus möglich.


Der Königspython gehört allerdings trotzdem zu den friedfertigsten Riesenschlangen.


Der natürliche Lebensraum des Königspython liegt in den westlichen und zentralen Ländern Afrikas wie Ghana, Nigeria, Sierra Leone, Togo, Liberia, Elfenbeinküste und Benin.

 
 
 

Der Königspython lebt in verlassenen Termitenhügeln und/oder Erdhöhlen von Nagetieren.

In der Dämmerung verlässt er seine Unterschlüpfe und geht auf Nahrungssuche. Er ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Bewohner der westafrikanischen Savanne.


Da die einheimische Bevölkerung zum größten Teil von der Landwirtschaft lebt, ist der Königspython nützlich, da er den Nagetierbestand  zu regulieren hilft.


Doch die afrikanische Bevölkerung hat auch die andere „lukrative“ Seite des python regius entdeckt. Es werden Gelege geplündert, trächtige Weibchen gefangen und die geschlüpften Jungtiere exportiert. Dabei ist die Anzahl der der geschlüpften Jungtiere im Verhältnis zu den Eiern sehr gering.


Diese Jungtiere finden leider immer noch den Weg nach Europa. Teilweise haben diese Jungtiere vor dem Eintreffen in das Bestimmungsland noch nie selbstständig gefressen und bringen leider auch lästige Krankheiten mit.


Der Anschaffungspreis eines solchen Tieres ist zwar geringer als der Preis bei einem deutschen Züchter, jedoch können die anfallenden Tierarztkosten vielfach höher sein.

 
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