Das Terrarium sollte der Größe des Tieres angepasst sein und nach Möglichkeit mitwachsen.
Der Königspython fühlt sich meist in etwas kleineren Terrarien wohler als in zu großen. Besonders wichtig ist es, ihm ausreichende Versteckmöglichkeiten zu bieten. Hier haben sich besonders umgedrehte Pflanzschalen aus dem Baumarkt, die mit einem Eingangsloch versehen werden, bewährt.
Auch diese Verstecke sollten der Größe des Tieres angepasst sein. Wenn der Köpy gerade noch in das Versteck passt, fühlt er sich am wohlsten.
Ebenfalls ist zu bedenken, dass der Königspython aufgrund seines Körperbaus kein besonders guter Kletterer ist. Auch wenn manche Jungtiere noch gern klettern, stellt ein adultes Tier dies meist komplett ein. Aus diesem Grund sollte ein Terrarium auch nicht zu hoch gewählt werden, da dies unter Umständen zu schweren Verletzungen durch Abstürze führen kann.
Der Königspython benötigt eine Tagestemperatur von ca. 28-32 °C, wobei auf ein Temperaturgefälle innerhalb des Terrariums zu achten ist.
Eine Nachtabsenkung auf ca. 23 °C ist angebracht.
Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte tagsüber um die 60% betragen, nachts steigt sie dann auf ca. 70-80% an. In der Häutungszeit kann es notwendig sein, die Luftfeuchtigkeit auch am Tage etwas zu erhöhen.
Allerdings sollte man Staunässe unbedingt vermeiden, da der Königspython sonst schnell zu Pilzerkrankungen der Haut neigt.
Königspythons fressen in freier Wildbahn hauptsächlich Nagetiere und kleinere Vögel. Bei der Terrarienhaltung sind Mäuse und Ratten die gängigen Futtertiere. Wie alle Schlangen kann der Königspythons große Beutetiere verschlingen. Pauschal könnte man sagen, dass eine Schlange ein Beutetier verschlingen kann, das ca. 1,5 mal so dick ist wie die Schlange an ihrer dicksten Stelle. Allerdings ist es nicht unbedingt ratsam einen Königspython immer mit dem größtmöglichen Futtertier zu füttern.
Für gewöhnlich reicht es, wenn erwachsene Tiere etwa alle 4 Wochen mit Futter in der Größenordnung von einer Ratte versorgt werden. Kleinere Schlangen werden 14-tägig gefüttert, Schlüpflinge wöchentlich. Der Fütterungstermin und auch die -menge kann und sollte variieren.
Allgemein sollte man die Futtermenge immer den speziellen Gegebenheiten anpassen. Hat ein Tier zum Beispiel längere Zeit nichts gefressen, sollte man bei der Futteraufnahme eher häufiger aber etwas kleiner füttern. Weibchen müssen nach einer Eiablage ebenfalls häufiger gefüttert werden, damit sie ihre Fettreserven wieder auffüllen können. In so einem Fall kann es auch bei adulten Tieren mal zu einer wöchentlichen Fütterung kommen.
Wichtig ist jedoch, dass immer ein paar Tage zwischen den einzelnen Fütterungen liegt, damit die Schlange die Möglichkeit hat, das Futtertier auch in Ruhe zu verdauen.
Verfüttert werden können kleinere Säugetiere, wie Mäuse, Ratten oder Hamster. Allerdings sollte man bei einem Königspython auch immer im Kopf haben, dass der Köpy sich auch gern mal zu einem Futterspezialisten entwickeln kann und dann NUR noch Hamster oder Wüstenrennmäuse anrührt.
Auch bei dauerhafter Fütterung mit Frostfutter ist KEINE Zugabe von Vitaminen erforderlich. Im Gegenteil-da Schlangen überflüssige Vitamine nicht ausscheiden können, kann ihnen ein Zuviel an Vitaminen sogar gefährlich werden.
Frostfutter muss vor dem Verfüttern unbedingt aufgetaut werden. Manche Königspythons nehmen Frostfutter eher an, wenn es auf Körpertemperatur (zum Beispiel in einem Gefrierbeutel unter heißes Wasser halten) gebracht wird. Man sollte sich jedoch bei der Anschaffung eines python regius darüber im Klaren sein, dass ein Königspython ein wahrer ""Futterspezialist"" sein kann. Sollte sich ein Königspython auf eine Art von Futtertier ""eingeschossen"" haben dann kann dies unter Umständen bedeuten, dass er nie wieder oder nur schwer anderes Futter annimmt.
Eines der größten Probleme beim python regius stellt die Futterverweigerung da. Hierbei ist zu erwähnen, dass besonders häufig die Wildfänge Nahrung verweigern.
Am besten sollte man eine deutsche Nachzucht von einem Züchter erwerben, da dieser die Tiere in der Regel futterfest abgibt und man damit auch nach dem Kauf einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite hat.
Allerdings kann es auch bei einer DNZ (vor allem bei geschlechtsreifen Männchen) zu Futterpausen von mehreren Monaten kommen. Dies ist in der Regel absolut ungefährlich für das Tier. Allerdings sollte man natürlich abgeklärt haben, dass das Tier gesund ist.
Eine regelmäßige Kontrolle des Gewichts und des Allgemeinzustandes ist natürlich selbstverständlich.Copyright © 2009 Baltic Balls.
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