In diesem Jahr war unser erster Zuchtversuch gleich erfolgreich. Und das, obwohl wir es einfach mal so „auf gut Glück“ versucht haben.
Wir haben unsere beiden Zuchtweibchen erst im Januar 2006 bekommen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit und einem ausführlichen Tierarzt-Check setzten wir einfach mal „Ilse-Horst“ und „Kimi“ zu unseren beiden Damen.
Schon bald darauf konnten wir tatsächlich die ersten Paarungen beobachten, aber trotzdem machten wir uns keine großen Hoffnungen auf Erfolg, da wir von vielen Seiten gehört hatten, dass vorallem beim Königspython die Zucht recht schwierig sei.
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Etwas verwundert waren wir, als die beiden Damen kurze Zeit später das Fressen einstellten. Aber da wir ja in Sachen „Futterverweigerung beim Königspython“ schon mehr als genug Erfahrungen machen mussten, hakten wir auch das eher unter „normal“ ab.
Dann jedoch fanden wir unsere beiden Königinnen immer häufiger in der für eine Trächtigkeit typischen Seiten- bzw. Rückenlage vor und als wir dann auch noch recht deutliche Beulen erkennen konnten, bauten wir doch lieber schleunigst einen Inkubator.
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Kurze Zeit später häuteten sich unsere beiden Damen dann auch noch recht „planmäßig“ und unsere Aufregung stieg. Jeden Tag (und meistens auch mehrmals täglich!) schauten wir in der Schlupfbox nach, ob dort schon Eier zu sehen waren. Aber Penelope und Cleopatra liessen uns warten.
Am 15.05.2006 war es dann endlich soweit! Am Vormittag waren plötzlich die ersten beiden von insgesamt fünf Eiern da, die wir allesamt nach und nach in den Inkubator überführen konnten.
Penelope, die vor ihrer Trächtigkeit gerade mal 1700 Gramm wog, sah nach ihrer Eiablage aus wie ein „platter Fahrradschlauch“. Allerdings wollte sie auch nicht so recht wieder mit dem Fressen anfangen. Stattdessen wickelte sie sich immer häufiger um die noch trächtige Cleopatra, so dass es wirkte, als würde Penelope Cleopatra „bebrüten“.
Als wir die beiden dann trennten und Penelope kurzerhand in einer „Curverbox“ im Terrarium unterbrachten, begann sie auch sehr schnell wieder mit dem Fressen.
Cleopatra legte ihre Eier 15 Tage nach Penelope ab. Zu unserer großen Überraschung waren es gleich 10 Stück!
Auch diese Eier überführten wir in den Inkubator, wo sie bei einer Temperatur von etwa 30°C und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 90-98% inkubiert wurden.
Cleopatra, die vor ihrer Trächtigkeit stolze 2700 Gramm gewogen hatte, sah nach der Eiablage nicht ganz so mitgenommen aus wie Penelope. Nach wenigen Tagen verdrückte sie dann auch gleich wieder eine ziemlich große Ratte.
Nachdem wir ungeduldig ganze 69 Tage warten mussten, waren plötzlich die ersten Eier von Penelope geöffnet und kurz darauf streckten auch schon die ersten „Miniwürger“ ihre Köpfe aus dem Ei. Und nur zwei Tage später hatten alle fünf ihr Ei verlassen und konnten in ihre Aufzuchtbecken umziehen.
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Nach den ersten mißglückten Fütterungsversuchen, die eher unbeholfen wirkten, begannen dann auch alle fünf einige Tage nach ihrer ersten Häutung mit dem Fressen.
Leider hatten wir bei diesem Gelege nicht ganz so großes Glück. Zwei Eier musste wir schon im Vorwege aussortieren, weil sie komplett verschimmelt waren.
Als die ersten Schlüpfinge schon ihr Ei verlassen hatten, stellten wir fest, dass drei Eier zwar geöffnet waren, aber immernoch kein Köpykopf herausschaute. Wir beschlossen daher, diese Eier selbst weiter zu öffnen und nachzuschauen. Leider fanden wir in diesen drei Eiern komplett entwickelte aber dennoch verstorbene kleine Königspythons.
Ein letztes Ei war noch komplett unversehrt, doch aufgrund unserer vorherigen Funde beschlossen wir, auch dieses Ei von Hand zu öffnen. Wir fanden einen kleinen Köpy, der aber noch lebte. Also legten wir das Ei schnell wieder in den Inkubator und hofften, dass er es schaffen würde. Dieser kleine Wurm liess sich etwas mehr Zeit als seine Geschwister aber mit einem Tag Verzögerung verliess auch er sein Ei und konnte somit ebenfalls in sein Aufzuchtbecken umziehen.
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